Wahres Gesicht

Ich verstehe alles nicht so, wie ich will; Ich bin weder blind noch taub, Gott sei Dank, ich bin besser, als jeder Bauer, das kann ich genau sagen! Hier will ich meine eigene Partei gründen, trotzdem ich weiß, daß es unmöglich ist: ich bin weder genug begabt, noch klug und reich. Gott sei dank (es wird hier um Verzeihung gebeten: ich liebe das Geld so, daß ich meinen Glauben, das Christentum, das so tief und lange in meinem Herzen eingewurzelt ist und was mir im Blut liegt, verkaufen wollte; ich bin ein guter Verräter. Aber, glauben Sie nicht, bitte, an Gott, meine Wände! Das ist nur meine Krankheit. Gott sei Dank, ich verstehe nichts!). Alle schönen, also, barmherzigen, intelligenten, freundlichen, lustigen Frauen liebe ich nicht. Ich beneide sie, weil sie manchmal gesunde Körper haben. Ich bin nicht schön; Ja, es tut mir leid, daß ich nicht sehr schön bin. Manchmal weine ich und schreie: o, mein Gott, wie schrecklich ist das Leben; ich hasse sie! Das wiederhole ich immer, nichts wiederhole ich mehr. O -, ich will nichts mehr wiederholen, trotzdem ich so begabt bin. Diese Kultur liebe ich auch sehr. Europa ist sehr hoch entwickelt und ich glaube besonders an seine moderne Technik. Viele Leute sind in Europa auch sehr hoch intelligent! Ja, meine eigene große christliche Welt liebe ich sehr, vernunftlos. Glauben Sie mir, das ist nicht nur meine Fantasie, das ist die Realität, alles beweist und beweist die Realität: jemand kommt und geht, immer, das ist, einfach, mein Hobby. Mein Name, Andro ist sehr altmodisch: ich bin siebenundzwanzig. Sexuell bin ich, Gott sei Dank, auch ganz zufrieden. Das ist nicht wahr, was meine Gegner über meine grenzenlose Sexualität sprechen. Ich bin nicht so leidenschaftlich und denke ich nicht nur an die Frauen und meine Texte, ich liebe nicht alle Lebewesen (z. B. Wölfen, Schlangen, Fliegen, Raben, etc. kann ich auch bis heute nicht lieben). Ich bin auch kein 100%-ger Atheist und Kommunist, wie meine Mitmenschen manchmal flüstern. Manchmal weine ich, aber nicht darum, weil jemand stirbt, jemand einsam lebt, jemand arm, behindert oder krank, kurz gesagt, abgeschoben ist. Ich weine nur darum, weil sogar meine Bücher so schlecht sind und ihre Qualität so niedrig ist. Neue Autos, Sport (alle Wintersportarten, besonders sie!), religiöse Bücher, Kognak, Wein und Sekt liebe ich auch sehr. Wenn ich in einem orthodoxen Raum meines Gottes stehe, wo die Kerzen wunderbar brennen und mich an meine ewige Ruhe (meine Zukunft) erinnern, fühle ich mich immer ruhig, zufrieden und glücklich, wie alle. Gott mit uns! Ich sage immer Amin, gewöhnlich dreimal, manchmal auch siebenmal oder neunmal. Jesus Christus, ihn liebe ich sehr, er läßt mich nie im Stich, ich fühle das und, das ist ganz normal. Ich liebe, wenn es nach Benzin, Kerzen, Eisen, Waffen riecht!

Georgien ist ein hoch entwickeltes Land: Geld ist Geld und Macht ist Macht, weil sie immer frei macht. Jede körperliche Arbeit macht auch frei! Ich liebe mein Land: das ist mein Eigentum, meine Heimat und alle Ausländer, besonders aus Indien und China, die in meiner kostbaren Heimat bleibn wolln, kann ich nicht bemitleiden. Ich kann sie, ja, weder verstehen, noch bemitleiden. Das ist nur ihr Problem, daß in ihren Ländern die Frauen so… Ja, so intelligent sind und daß sie unsere Frauen bezaubern, die sich, ihrerseits, nur für ihre Taschen interessieren (wie altmodisch klingt es in unserer Epoche). Wir haben auch sehr viele Probleme, aber bemerke ich sie nie, das ist nicht meine Sache; ich denke oft nur global, besonders in der letzten Zeit, und handle lokal. Er öffnet seine letzte Kognakflasche, Fenster, trinkt und raucht eine Zigarette, was für eine Blume ist das, diese rote Rose. Sie riecht wunderbar. Ja, was sage ich? Ja, ich bin sehr froh, wenn ich daran denke, daß Jesus Christus uns nie im Stich läßt. Unsere Probleme, wie z. B. Armut, Isolierung (alle ihre Formen total), Beleidigung, Fanatismus oder Nationalismus sind nicht so aktuell, wie manche Leute sprechen; sie wissen nichts. Sie wissen nicht, wie streng diese Welt ist. Wir sind sehr schwach, jetzt, weil wir nur von diesen ewigen Fragen sprechen. Wir müssen sie einfach vergessen und nichts mehr. Das ist ganz normal, natürlich, meiner Meinung nach. Gott hilft uns. Wir erinnern uns an alle Menschen, wenn wir krank sind. Das ist schon ganz genug. Warum liebe ich keine Frau? Sie sind meine Gegner, alle, trotzdem ich weiß, wie sinnlos dieser Sinn ist. Ja, das hat keinen Sinn, viele Gegner zu haben, aber wenige Gegner haben wir immer und sie dürfen, manchmal, müssen wir haben. Das ist nur ein Spiel, das leben und nichts mehr. Wecken Sie meine Blumen nicht total auf. Sie welkn. Was bedeutet das? Sie brauchen einfach immer zu viel Wasser. In der letzten Zeit ist das wirklich unerträglich, besonders, im Sommer…

In meinem Garten weht jetzt der Wind großartig. Das ist mein Garten und ich kann ich das immer und überall wiederholen, weil ich atme. Ich habe viele unsterbliche Seelen, d. H. Gott liebt mich. Ich fühle, dass Jesus Christus mich besonders liebt, ich bin einfach sicher, daß er mich liebt. Dies Leben ist nur eine langweilige Prüfung; er prüft meine christliche Unbeugsamkeit, mich, persönlich. Nein, alles ist heute nicht grausam und wir haben keine Angst mehr vor diesen Ausländern, sie sind ruhig und wollen sie uns ihre Heimatländer, ihre Kultur zeigen, wie wir sie sehen wollen (ihre kulturelle Vielfältigkeit). Also, wir wollen und bemerken wir immer nur das, was uns gefällt, auch wenn diese armen Leute uns diese langweiligen Fotos zeigen, wenn wir uns für ihre Herkunft interessieren. Besonders interessieren sich unsere Polizisten für ihre Papiere, trotzdem Georgien kein westliches Land ist und trotzdem diese Leute (meine Nachbarn) so arm sind. Ich bin nicht so arm, wie sie; ich habe ein Auto, das $ 7346 kostet, trotzdem ich bis heute keine Frau habe. Sie brauche ich nicht, ich bin immer zufrieden, aber, wenn ich unzufrieden bin, sage ich das nie; ich bin ein echter Mann. Ich weine fast nie (wenn ich mich an Gott erinnere, weine ich natürlich viel; das ist schon eine andere Geschichte), und wenn ich allein bin, onaniere ich gerne. Meine Fähigkeit arbeitet jetzt besser, als gestern, ich kann jetzt alle Frauen vergessen und über die Leute lachen, die immer viel von ihren Problemen sprechen. Diese jungen Männer und Frauen (ich wollte sagen: diese jungen Frauen und Männer!) sind in Georgien schrecklich allein. Natürlich, nicht alle _ die Leute, die viel Geld haben, spielen wunderbar ihre Liebe, aber sagen sie das nie und sage ich auch nicht, daß ich sehr zurückgezogen lebe (jeder Mensch, der genug intelligent ist, lebt in unserer Zeit zurückgezogen. Also, ich lebe nicht allein, ich lebe einfach (das ist genial!) zurückgezogen (das letzte Wort gefällt mir sehr; das klingt sehr modisch)). Ja, diese Welt ist nur ein bißchen langweilig und gibt’s tatsächlich keine Unterschiede mehr! Das ist mein neues Leben. Ich habe sehr viele Gesichter, aber Gott will, und ich zeige sie niemandem. Ich habe eine gute moralische Waffe, mein Kugelschreiber, den, eigentlich, alle brauchen, aber das ist auch nichts. ich bin ganz happy. In unserer Epoche ist alles amerikanisiert; ich finde, daß diese Leute für mich ganz fremd sind, die Amerikaner. Sie sind nicht meine Mitmenschen, alles entwickelt sich ganz romantisch. Grenzenlose Toleranz kann nicht unser Leben verbessern, meiner Meinung nach; diese Leute machen auch keinen Schritt, sie sind stolz auf ihr großes Land, das, eigentlich, nicht so stark ist, wie sie meinen, er lacht, öffnet den Kühlschrank im Vorzimmer und trinkt Milch. Meine Chancen _ wir haben alle jedoch sehr viele Chancen in dieser globalisierten Welt, sind mir auch sehr wichtig. Jetzt wohne ich in dieser Wohnung, die meinen Eltern gehört. Sie kostet etwa $ 55 000. Ich will (meine Mama schweigt immer) sie verkaufen und monatlich 15 % erhalten, aber das will mein Papa nicht mehr. $ 8250 jährlich. Das ist nicht zu wenig, in Georgien (hier sterben viele Leute, weil sie hungrig sind, manchmal direkt in der Straße. Nein, diese Leute sind mir auch ganz fremd), diese Zinsen zahlen unsere Banken; das ist ganz normal. Nein, nein, das ist zu viel! Ich bin ihr einziger Sohn und sind sie nie ganz glücklich, wenn ich das Leben genieße. Aber will ich nichts tun, ich will nur sitzen und diese Bücher schreiben. Sie tun mir nie leid, meine Eltern. Ich liebe jeden Krieg. Diese Leute schweigen, wenn wir körperlich arbeiten und wenn wir keine Zinsen erhalten; sie verstehen gut, wie schlecht es ist. Mir ist nicht alles egal, sonst hätte ich schon lange gesagt, daß wir wirklich nichts zu verlieren haben; ich hasse die Leute, denen alles egal ist. Sie spielen, vielleicht wunderbar und das bemerke ich, selbst. Jede Sekunde ist schon sehr teuer; das Leben hat in in unserer Zeit seinen Preis. Ich stelle mir jetzt vor, wie die Sonne lacht. Was kann ich entdecken? Ich habe keine Lust mehr, etwas zu entdecken, das verdient niemand. Nicht nur die Liebe kann uns retten, sondern auch der Hass _ unser grenzenloses Mißtrauen. Persönlich habe ich nichts dagegen, wenn irgendwo mich ein Mädchen küsst. Jetzt beginnt ein neues Leben; ich will meine Gedichte veröffentlichen und ein bißchen Geld verdienen. Leider sind wir nicht so reich, wie unsere Brüder und Schwester erster Klasse: die Schauspielerinnen und Schauspieler, die zum Beispiel an einem amerikanischen Film teilnehmen, ich beneide sie nicht.

Das Geld ist nicht immer so neutral, wie zum Beispiel, Jesus Christus. Ich will jetzt auch einen großen Schritt machen, das ist _ ich weiß selbst, nicht genug, aber ich bin immer zufrieden, glücklich, freundlich; ich atme frei, wenn ich an meine Zukunft denke. Diese Gesellschaft hat ihre Schwachen, ich bin schon fast vollkommen. Das ist nicht nur mein Sinn. Georgien _ trotzdem das Land so hübsch ist, hat nicht sehr strenge Gesetze; wir haben auch keine Zukunft. Das weiß ich gut und will ich das Leben genießen, bis ich sterbe. Ja, jede Regierung ist streng, in der ganzen Kulturgeschichte; das ist normal. Manchmal bin ich zu müde, aber lustig, glücklich und zufrieden. Viele Touristen interessieren sich für mich. Sie wollen begreifen, warum ich so glücklich bin. Ich schreibe über NICHTS und habe ich keine Angst! Diese Touristen wollen ihr eigenes Glück hier, in diesem Lande finden. Sie lieben niemanden, weil es schon sehr altmodisch ist. Das Wort “Liebe” versteht jeder Mensch so, wie er will, und träumen wir immer davon, was unerreichbar ist. In dieser Welt ist alles schwierig zu verstehen, weil hinter uns nur die ewige Dunkelheit steht… Ich schreibe nicht darum, weil das mein Leben ist. Ich will bekannt werden und hier kennen mich viele Leute, die nicht wissen können, was falsch und was wahr ist; ihnen ist das wirklich ganz egal, was sie lesen: meine Bücher, die besten Werke oder “Giga – Lika = +” in einem Sportsaal. Wenn sie sich nicht verpflichtet fühlen, lesen sie nichts. Sie lieben die Kunst! Also, mir ist auch ganz egal, was ich schreibe. Ich will nicht Journalist werden, das ist jetzt unmöglich und schreibe ich diese Bücher, die mir schon lange keinen Spaß machen. Mein Kollege (ich kenne nur einen Schriftsteller, der, meiner Meinung nach ganz verrückt ist, nicht in dem besten Sinne des Wortes, was so oft mißbraucht wird, sondern einfach verrückt), Oleg, arbeitet ohne zu verstehen, daß seine Bücher niemand braucht. An jedem Morgen steht er auf, trinkt ein wenig Wasser, ißt ein wenig Brot und schreibt, schreibt und schreibt. So lebt er schon lange. Sein Leben hat keinen Sinn; seine Werke gefallen mir nicht, weil er an nichts glaubt! Ich kann vielleicht nichts verstehen, das ist nicht nur mein Problem. Er lebt wie ein Mönch und sein Leben beleidigt uns, alle ordentlichen Menschen, trotzdem er an nichts glaubt und nur an die Frauen denkt, die ihn nie besuchen. Selbst unsere Zeit braucht ihn nicht. Ihm gefällt nichts. Was er schreibt. Er ist immer bereit, seine Romane der Leute zu geben, die ihm für ein Werk nur $ 50 geben können, aber, eigentlich, wer braucht seine Begabung?.. Alles ist ganz kostenlos, was er schreibt… Ich finde, über den Schriftsteller zu lachen, der dreiundzwanzig, arm und hungrig ist und gleichzeitig über die Ausländer, Arbeitlosen, die nicht so arbeiten, wie und wo sie wollen, Frauen, Kinder, Kranken, also alle _ die nicht verstehen, wie schrecklich ihr Leben ist, zu schreiben, ist sehr menschlich; das ist nicht so unmenschlich, wie alle Sachen der Regierung, der sie dankbar sind! Ich will hier, in meinem Zimmer und meinem Garten bleiben; mein Haus werde ich nie verkaufen. Mein Onkel, der einsam lebt (er hat weder Frau, noch, natürlich, Kinder), wird vielleicht bald sterben. Sein Haus will ich verkaufen, das ist mein Ziel. Das Haus in Telavi ist sehr alt, kostet $ 23 000, aber $ 3450 jährlich ist nicht so wenig, wie ich manchmal denke. Er ist ein sehr freundlicher, aber unbegabter Mann (das Wort “freundlich” klingt schon auch sehr altmodisch. An dieses Wort erinnern wir jetzt nur manchmal, wenn wir eine E-Mail schreiben), trotzdem er mir sehr leid tut. Gott weiß, was er will; wir unterhalten uns stundelang oft über Fußball, Christentum, Wein, Autos, Ernte (nur im Herbst), sympathische Frauen im Fernseher, die immer langweilig reden, unsere Rollen in dieser Gesellschaft, und erklärt er mir immer, was normal ist. Das Leben ist seiner Meinung nach nur ein Tunnel; er wartet auf nichts mehr. Er arbeitet oft in seinem Garten, wie diese Dorfbewohner, die mir auch sehr leid tun! Niemand verdient das, trotzdem das IHR Leben ist. Diese alten, sowjetischen Köpfe wollen nicht akzeptieren, daß jeder Tag sich ändert, daß wir heute besser leben, als gestern und daß ihre alte Zeit verschwindet. Ja, das ist sehr gut, daß ihnen niemand helfen will. Ich will, daß ihr in dieser Welt ganz sicher fühlt, meine Mama, mein Papa. Die Bereitschaft nur eines Menschen, ist ganz genug in seinen Wünschen; mein Zimmer, unsere Zellen sind sehr breit. Ich bin jetzt bereit _ das Licht, das läßt mich nie im Stich. Krieg! Ich bin bereit, euch zu verstehen. Nein, ich bin euch nicht mehr böse, mein Vater, meine Mutter. Ich, ein Dichter, dessen Gehirn glüht, ist so bunt, wie euch gefällt. So verstehe ich meine Eltern, trotzdem sie mich bis heute so erschlagen, wie sie wollen... Nein, sie sind nicht krank, weil was sie tun, ganz normal ist.

Nana will ich nicht heiraten. Diese Verkäuferin verdient gut (74 $ monatlich; zum Beispiel ein Brot kostet 0. 31 $), sie geht an mir vorbei, ohne etwas zu sagen. Sie ist ganz glücklich und lacht immer über die Leute, die keine Lust haben, zu arbeiten, die nicht mehr arbeiten wollen. Sie ist 25 Jahre alt, mit ihrem Leben ganz zufrieden, trotzdem sie keinen Mann braucht (sie ist eine Jungfrau, das weiß ich genau. Hier, in Georgien ist das ganz natürlich, normal). Von ihr kann jede Frau ein Beispiel nehmen! Sie arbeitet wunderbar; sie ist sehr fleißig. Sie ist sehr hoch intelligent (sie hat zwei Diplome). Sie will noch ein wenig studieren. Nein, nein, unser Präsident ist kein Tyrann, glauben Sie mir, im Vergleich zu ihm sind wir dumm und nichts mehr. dieser Tisch in meinem Schlafzimmer hat vier Beine. Er lebt und braucht keine Entschuldigung. Ja, ja, ja, das ist wirklich so! Der Mord ist nichts, er ist nur ein Spiel (wie zum Beispiel ein Fußballspiel oder jede heilige Messe in unseren Kirchen), Gott, er weiß alles, Jesus Christus, dreimal kann ich jetzt deinen vollen Namen wiederholen, mein Gott! Ich bin nicht sehr aggressiv, ich bin einfach auch sehr hoch intelligent und nur ein wenig unfair. Das fühle ich genau, trotzdem ich weiß, daß wir ganz genau nichts fühlen können. Mein Wasser, meine Milch, mein Tisch und ah, meine Uhr sind schuldig! Das Eigentum existiert, wie wir wollen; die armen Leute dürfen kein Eigentum haben, das ist schon zu viel, wenn sie ein kleines Zimmer haben, in dem sie übernachten können, egal. Mehr Licht brauchen wir nicht in der Straße, in dieser Nacht. Jeder normale Mann tut mir weh, wenn er steht und ein sympathisches Mädchen küsst. Das ist einfach ganz geschmacklos, nicht darum, weil jedes Mädchen sympathisch ist und manche Mitglieder immer allein sind, sondern darum, weil einfach, das mir nicht gefällt. Es ist hier nur ein wenig kalt.

Mein Vater versteht nicht, wie wichtig es ist, was ich schreibe. Es ist auch sehr wichtig, was ich nicht schreibe, weil ich alles nicht schreiben kann und nichts mehr. Manchmal interessiere ich mich für jeden Tag, der ganz leer und uninteressant ist, aber wenn ich an Gott denke, fühle ich, daß ich auch sein Sohn bin, seine bunte, lebhafte Harmonie, die jetzt lebt, wie ein Mensch. Das ist einfach nicht sehr angenehm, immer nur an Himmel, Blumen, Bäume, Meer, Ruhe, Tiere, Wolken, Sonne, etc. zu denken; das ist sehr anstrengend; Das ist einfach hässlich und manchmal unerträglich. Mein Gott: diese Welt, sie ist nur sein Skelett. Jesus, ich stehe hier, das ist mein Platz, in deinem Paradies habe ich auch meinen ewigen Platz. Dein Glaube hat manchmal Krisen, ich bin aggressiv und will die schönsten Rosen in meinem Garten brennen. Das ist einfach mein Schicksal; ich warte auf sein Wunder und stundelang sitze ich an diesem Tisch, bewegungslos, wenn ich nichts schreiben kann. Ich kann besser reden, als schreiben, trotzdem ich viele Leute kenne, die sowohl richtig schreiben, als auch sprechen können: unsere Politiker und Religionsführer, Regisseuren, Schriftsteller, Journalisten. Manche von ihnen wollen bis heute nichts verstehen. Wachen Sie auf, wachen Sie auf, sage ich immer, wenn ich nicht denke, wenn ich einfach nur in einem Bus sitze und nach Tiflis fahre. Meine Hauptstadt hat ihre Schönheit, die keine andere Stadt in der ganzen Welt hat. Sie will immer ihre Tür schließen und alle Dörfler abschieben, trotzdem wir wissen, daß sie auch hier, in Georgien wohnen und daß es unmöglich ist. Ihre Bewohner sind froh, daß sie schon ihre eigenen Ausländer haben, die hier körperlich arbeiten. Ihre Arbeit ist billiger, als jede Form der Liebe, die uns zwingt, das Leben zu lieben, das heißt, die Vollkommenheit der Georgier zu akzeptieren, weil ich innerlich immer verstehe, wie kostbar das Leben jeder Persönlichkeit ist. Das mißbrauchen wir oft, das ist nichts. Jetzt denke ich an meine neue Sammlung; meine Werke sammle ich immer gerne, selbst. Meine Publikationen sind sehr wichtig, wie alles, was unsere Führer tun, was sie planieren. Fußball! _ Heute, genau um 23. 00 beginnt meine Zeit im Fernseher. Viele Persönlichkeiten, die wir lieben, ziehen sich manchmal ganz geschmacklos an. Sie wissen nicht, wie anstrengend und unangenehm es ist, an jedem Tag an diesem Ritual teilzunehmen, diese altmodischen Hosen und T-Shirts, Schuhe, Anzüge auf diese ewige Bühne des Lebens zu bringen und stolz auf die Kleidung zu sein, die die Armen nicht kaufen können. In der Natur ist es nicht so, jedes Tier tut, was natürlich ist. Das ist auch, also, ganz egal: ich verstehe alles so, wie ich will (das heißt, ich bin schon ganz frei und alles verstehe ich richtig)!

Wenn ich mich an meine Schule erinnere, in deren Wänden ich meine beste Zeit verbracht habe, will ich immer weinen. Ich bin froh, daß mich niemand vergißt. Meine Lehrerinnen erzählen mir immer etwas Neues, wenn wir einander treffen und wenn ich und meine Schulfreunde sie zu Gast einladen. Meine Freundinnen sind schon verheiratet. Sie lieben ihre eigenen Familien und Kinder! Nicht alle sind froh, die mich sehen… Ich habe ein Auto und kann ich sie immer gerne nach Hause bringen. Die Absurdität der Situation liegt darin, daß ich ein wenig Geld habe, was ich nicht brauche. Jeden Tag wiederholt Gott hier hartnäckig, jeden langweiligen Tag, bis heute. Mir ist immer angenehm, wenn jemand meine Begabung, mich lobt, aber lobt mich manchmal niemand. Unsere Schriftsteller brauchen kein Geld, nein, das wird sie sehr beleidigen. Jeder Schriftsteller muß alles selbst erleiden und ausdrücken. Die Kunst ist frei, wenn es sich um kein Geld handelt! Ich hasse meine Kollegen, die über ihren Geburtstag schimpfen… Das weiß ich genau. Ich habe andere Ideen. Ich will sie immer aufwecken, aber sind sie nie dankbar, wenn ich ihnen brüderlich helfe. Richtig tue ich alles, aber verstehen sie das noch nicht. Sie brauchen, vielleicht, noch ein wenig Zeit. Sie brauchen ihr Leben an jedem Tag zu genießen, das ich selbst erfinde, für sie, nur für sie, das heißt, ich helfe ihnen gern, meine Ratschläge helfen ihnen. Ich erinnere mich an sie, wenn ich schlafe, wenn ich gehe, liege, sitze, aber sie wollen das nicht verstehen. Es tut mir auch leid. Hier, in diesem Garten ist nicht zu kalt. Ich will mich auf die Erde legen, alle Sterne, die ich nicht liebe, zählen. Sie glänzen, wie grosse Brillanten. Ich werde sie zählen, weil ich sie nicht mehr liebe, weil das unmöglich ist; ich darf sie nicht lieben. Aber in meinem Garten bin ich auch ein Herr. Leider, wie ich verstehe, bin ich hier auch nicht ganz frei. Ich bin überall nur ein wenig relativ frei. Das ist ganz normal. Der Mensch ist nur ein Tier: manche Leute denken immer daran, daß sie alles kaufen können. Sie sind nur ein wenig nervös, Gott weiß, daß sie verrückt sind. Nein, sie wissen nicht, daß sie auch sehr schwach sind; wer das weiß, ist nicht mehr schwach. Nur oberflächlich denken sie ans Leben, sie glauben, daß sie die anderen Leute nicht lieben können, aber der Tod, was denken sie kurz vor dem Tod? Sie wollen schreien, daß sie, ja, jemanden lieben können, aber können sie nicht mehr schreien, wenn sie das zu verstehen beginnen. Alles liegt damals oft schon in ihrem eigenen dunklen Tunnel, wenn sie ans Leben unabhängig, frei zu denken beginnen. Manche Künstler weinen stundelang, wenn sie in ihren Buden liegen oder sitzen, sie sprechen über die ganze Menschheit, diese Künstler und noch etwas mehr. Warum glaube ich an meinen Gott, der so streng, unbarmherzig, unmenschlich ist, der uns nie bemitleidet? Der Tod ist unsere Attacke, wir wollen wissen, wie sein Paradies riecht, wir kämpfen gegen ihn; wir hoffen immer darauf, daß unser Tod genug ist, nur nach dem Tod wird er uns seine Geheimnisse zeigen. Sind wir so primitiv und naiv? Das weiß ich nicht. Vielleicht beneide ich ihn, meinen einzigen Gott. Jeder Künstler muß an Gott glauben, ich verstehe nicht, wenn jemand keine Lust mehr hat, an Gott zu glauben. Wenn jemand das Leben so liebt, daß es sinnlos findet, die Angst vor dem Tod zu haben. Sie sind auch immer bereit, zu sterben, aber finden sie alle blutigen Auseinandersetzungen ganz hässlich, geschmacklos, unmenschlich und falsch. Ja, das ist auch ein falscher Weg, ihrer Meinung nach, ja! Sie lachen über die Leute, die genug gewissenlos, reich sind, die bereit sind, alles zu vernichten. Das ist für sie nur wie ein Spiel. Ich verstehe nichts, wenn sie lachen. Warum sind sie so sicher, daß was sie sagen, schreiben oder malen, richtig ist? Das ist meine eigene Frage. Ich suche immer nach etwas. Taube, Lorbeer, Marienkäfer, Rose, alle haben Schuld, daß wir so schlecht leben! In meinem Garten habt ihr keinen Platz! Weg!



"Wahre" Gesichter gegen die Gesichtslosigkeit. Foto aus: Fotolia

2008

 

 

 

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