Mittlerweile in Russland

Was gibt man uns für unsere strebenden Körper? Jetzt beginne ich (wie so oft) meinen Mund wieder zum Sprechen zu benutzen und zwinge meinen oft nur sinnlos berührten Körper sich in der schlichten und gleichzeitig teuren Kleidung, die noch immer viel Interessantes verhüllt, regelmäßig zu zeigen. Der Körper zeigt sich selber, er geht aus mir heraus und fällt Ihnen fremd und (fast) unerreichbar ein, was für ein trauriges Bild, miene Damen und Herren. Wer kommt zu mir, wenn ich an die Verschwindung der Macht des Schicksals denke, die diesen Körper besitzt? Mein Körper ist so schön und gesund, daß ich in Tränen schwimme, wenn ich an die schlimmsten Zeiten denke, die er erwartet. Mein Körper wird (zum Glück relativ langsam (!)), von der Zeit und im Zusammenhang mit der Zeit entwertet, die sich gar nicht schämt, keine unverschämte Menschlichkeit braucht und sich masturbativ ernährt, bevor man noch atmungsaktiv ist. Oh, Zeit, nimm nicht alles mit! Laß mich innerlich auch noch interessanter werden, laß mich endlich interessant bleiben und löse mir das Geheimniss der fremden Wege, die ich gar nicht kenne. Ich bemühe mich, den Sinn des Lebens zu vestehen, aber, ob ich erfolgreich werde, wer kann es sagen? Ich spiele Party Poker. So betrachte ich die Beziehungen in meinem Leben. ich werde versuchen, ein tieferes Verständnis zu haben. Dabei werde ich auch für meine Jugend kämpfen im Kampf gegen die Zeit, die nur selten zeigt Mitgefühl für ihre Opfer. Zeit. Sei nicht so böse und erbarmungslos. Verstehe, daß ich auch noch etwas sagen will, was zu sagen ist und verstehe, daß ich sehr wenig sagen kann. Du verstehst zu wenig, ich verstehe zu wenig und es gibt keine bessere Möglichkeit für mich, etwas besser zu sagen. Ich: armer Schmetterling. Ich habe sehr wenig Geld (Geld/Gott regiert die Welt) und viele Träume. Diese Träume verwirklichen sich nicht. Diese Träume kämpfen gegen die einzige Wahrheit des Geldes, die oft gar keine Wahrheit ist und mir bleiben nur ihre Entartungen übrig. Die Entartungen der Falschheit, was kann noch schlimmer sein? Nur die Entartungen leben weiter, jede Wahrheit, auch die größte, muß leider alles dulden, muß viel mehr dulden, als sie jetzt duldet. Die Armen dulden alles. Die Armen müssen immer alles dulden. Die Armen müssen sehr geduldsam sein. Z. B. Die arme K. S. hat schon einen einzigen Mann und die schönste Promiskuität muß sich von ihr so weit distanzieren, daß diese arme Frau selbst noch mehr seelisch abrutscht, weil der unmenschliche Befehl, der uns zwingt, nur einen einzigen männl. Partner zu haben, selbst seinen eigenen Schwanz in den Mund allein nehmen möchte. Besonders Menschenfresser versuchen nur das gern zu tun. In Georgien ist es immer noch wirklich sehr modisch, nur einen einzigen Partner zu haben. Wo sind die schönen AutorInnen des Befehls? Sie müssen weg. Hauen Sie ab! Hauen Sie ab, Herr Jesus und lassen Sie uns, die Jungen und Schönen endlich ganz sein. Meine Zunge ist leer, meine Zunge ist feucht, aber ihre Oberfläche ist augenblicklich leer. Bin ich, ihre Herrin, selbst sehr oberflächlich, weil meine Zunge, besser gesagt, vor allem ihre Oberfläche oft so leer ist? Keine Ahnung. Aber was soll auf meiner Zunge liegen, welche körperliche Wahrheit? Was soll ich sonnvoll runterschlucken und was soll ich spucken? Auf wessen Grab möchte ich spuken? Auf dein Grab möchte ich spucken, Stalin. Aber wer sagt das? Wer spricht was? Wer bin ich? Sehen Sie diese schönen langen Beine? Diese Beine gehören mir. Diese Beine müssen mir eindeutig gehören, diese Beine müssen nicht dem Herrn Jesus gehören, sondern mir. Die große Kunst existiert nur auf meiner Haut, die größe, häßliche Kunst der Mode, die alles mitnimmt und nichts übrig läßt. So ist es. Mein ganzer Körper glüht in der großen Flamme des Geldes. Über meinen Körper und aus meinem Körper rinnt oft kein Saft mehr, oder wenn er rinnt, wird von dieser Flamme erwischt. (Fast) alle gesunden Männer, die mich beobachten, werden spontan saftig, ich werde nur selten saftig. (Fast) alle Männer, die mich ansprechen, wollen immer mehr und mehr, aber ich bekomme oft nur leider sehr wenig. Bekomme ich wirklich sehr wenig? Die Normalität bekommt alles, mein Körper bekommt wenig. Aber warum muß ich alle Menschen lieben? Das kann ich nicht. Prinzipiell kann ich alles, aber das kann ich jetzt wirklich nicht. Es ist unmöglich. Ich habe keine gute Chance, neue Fähigkeiten besser zu entwickeln. Ich habe keinen Wunsch, mich besser zeigen zu können. Warum muß ich alle liebhaben, die meinen Körper nicht verdienen und mir keine Chance geben, etwas sehr Wichtiges kennen lernen zu können? Aber bin ich selbst schuld daran, dass ich so wenig kann? Was habe ich in der Schule des Lebens gelernt? Ich habe viel Zwingendes an mir. Keiner tut etwas Positives, ohne blöd herumzulaufen und uns seine absurden Forderungen zu stellen. Und muß ich das alles schlucken? Ausgerechnet ich? Hier und jetzt? In Rußland? Warum? Rußland ist Rußland, ich liebe dieses Land, Rußland ist Rußland, Rußland ist groß, oberflächlich, arm, christlich und sportlich, sehr sportlich, unerträglich, sportlich, anstrengend. Warum kämpfen diese Männer? Warum kämpft Rußland gern? Ich verstehe das nicht.

Georgien und Rußland. Diese zwei Rivalen. Warum spielt der Sport in unserem Leben, besser gesagt, im Rest des Lebens, weil was endet, ist nichts, oder?, so eine große Rolle, wozu brauchen wir den Sport? Der Sport ist total absurd. Meine Seele ist noch sehr jung und strebt nach Glück. Warum sind gute Männer so wenig? Männer haben bessere Möglichkeiten, sich koital besser zu befriedigen, gute weibl. Partner zu finden, aber wir, Frauen sind oft gezwungen, gar keine Chance zu haben. Ich bin sehr melancholisch. Ich bin sehr melancholisch, weil es hier keine gute Ruhe gibt, keine erregende Ruhe, weil viele Männer für ihre Absurditäten kämpfen, weil sie sehr sportlich sind. Sie sind gar nicht melancholisch und leidenschaftlich. Aber was rede ich? Ich rede in der Regel (Ist das IHRE Regel?) wenig, aber viel rede ich im Bett, weil mein großer und starker P. oft bestraft werden will. Was weiß ich? Aber ich weiß, daß es absurd ist, daß ich selbst manchmal bestraft werden will. Normal ist es, und was normal ist, ist immer ungesund.

Wer spricht das alles? Weiß diese junge Frau, Ksenia S., das alles? Lasse ich sie sprechen, weil sie selber nichts sagen kann? Das weiß ich nicht. Aber sie ist in diesem Werk vielleicht nur meine "Schauspielerin." Und es ist nicht meine Schuld, wenn sie selber nichts lernen will. Ja. ich vermute, daß sie sehr oberflächlich ist, aber wer kann etwas besser sagen? Wer darf alles sagen? Es tut mir leid, daß ich manchmal so wenig sagen kann und darf.



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Bilder aus: Zimbio.com, Funnie.st

07.10.2013

 

 

 

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