Frauen, Arme, Außenseiter, Jugend und ihr trauriges sexuelles Schicksal, ihre Schicksallosigkeit in Georgien

Es gibt kein interessantes Sexleben in Georgien, für die jungen Leute auch. Die georgische orthodoxe Kirche, die extrem viele Anhänger in Georgien hat, hat mehrmals offiziell “betont,” dass die sexuelle Bildung für die Schülerinnen religionswidrig und gottlos sei (Unfreiheiten sind wirklich uralte Traditionen in diesem fatal rückschrittlichen kaukasischen Lande). “Unsere Georgische Jungend braucht keinen Sex,” so läutet die herrschende Meinung der orthodoxen georgischen Gesellschaft. Der Westen ist “satanisch” für die ehemaligen KGB-Mitarbeiter, die bis heute noch an der Spitze der Macht bleiben.

Das Problem liegt darin, dass Georgien nach dem Sturz der Sowjetunion alte KGB-Traditionen mit dem radikalen Orthodoxismus adaptiert hat, und wir sehen jetzt beteits ein Monstrum, reden und schreiben gegen dieses Monstrum ist sehr schwierig. Verlage und Fernsehekanäle, die von der orthodoxen Regierung nicht scharf kontrolliert werden, werden von der orthodoxen Kirche kontrolliert. Journalisten werden entweder durch die Gewalt zum Verstummen gebracht, oder “wollen sie selbst” keine Fakten objektiv reflektieren, um selbst nicht respektlos(!) zu werden.

Es gibt unzählige Methoden für die Frustration in Georgien, und die ganze Masse wird frustriert. Die Sexlosigkeit wird nicht objektiv und sonnvoll betrachtet, die sexuellen Minderheiten (bisexuelle, homosexuelle Minderheiten), werden belacht, oft auch geschlagen, die Masse ist sehr aggressiv gegen die sexuellen Minderheiten. Sex ist eine extreme private Sache in Georgien, und die Masturbation ist unbeschreiblich weit verbreitet (Masturbation ist zum Sinne des georgischen Lebens geworden). Ich kenne alte Maenner und Frauen, die oft bis heute keine(n) Partner(innen) haben, weil sie sehr arm und bzw. unattraktiv sind, aber sie reden von ihren Problemen niemals seriös, sie lachen über ihre Probleme selbst (wie Sklaven, die ihren Henker respektieren), sie haben keine Ahnung davon, wie und warum sie gemeinsam von der Kirche und Regierung unterdrückt und gedemütigt werden.

Wenn die Popularität der Reglerungspartei sinkt, wird die orthodoxe Kirche stärker. Es gibt keine freien Gesellschaftsgruppen, die etwas gegen diese Barbarei (sexuelle Unterdrückung und Frustration der georgischen Frauen, Armen, Aussenseiter und Jugendlichen) tun können. Noch mehr: das georgische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, und nach diesem Gesetz darf niemand mehr in der Öffentlichkeit küssen darf (Sex in der Öffentlichkeit ist in Georgien unvorstellbar, wenn es sich nicht um absolut “degradierte” Leute handelt, aber wer hat Recht zu sagen, wer degradiert ist?). Küssen sei “Wirkung gegen die Moral,” sagte der Parlamentsvorsitzende D. Baqradze, und es ist kein Mirakel, dass in der Gesellschaft, die hässlich und durch den Hass regiert wird, in der Gesellschaft, für die der Hass der wichtigste Standpunkt ist, Küssen rechtswidrig ist und rechtwidrig beliebt.

Selbst georgische Jugend, Frauen und Arme haben keinerlei Protest gegen die Kirchenmoral, von der sie unbeschreiblich barbarisch unterdrückt werden. Man versucht die Kirche sogar extremistisch zu schützen, von wenigen Menschenrechtskämpfern und Kritikern, die in Georgien irgendwie noch sind. Diese Menschenrechtskämpfer (z. B. Ninia Kakabadze), warden oft bedroht und verachtet. Ihr Einfluss in diesem Lande ist zu niedrig. Es ist für die georgische Masse egal, wer was schreibt und sagt, wichtig ist, was der Patriarch Ilia der 2. sagt, und er sagt, dass sexuelle Bildung für die georgische Jugend unerlaubt ist. Sex ist in Georgien “tierisch,” man MUSS sich dringend vor der eigenen Sexualität schähmen. Und aus der extremen Sexlosigkeit in Georgien, die bereits keine Grenzen mehr, kennt, sehe ich keinen Ausweg, bis an der Spitze der Regierung Micheil Saakaschwili ist, der moderne Diktator und Tyrann, der nichts hören, riechen und sehen will und wie jeder Tyrann, nur in seiner fiktiven Welt lebt. So bekommt Georgien immer neue, defekte Generationen, die nur für den Tod und nicht für das Leben, für den Sex bereit sind.

Frauen, Arme, Außenseiter und Jugend werden in Georgien noch immer barbarisch frustriert und es ist gar nicht zu lachen.



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Ein Bild, das in Georgien (fast) unvorstellbar ist (Fotos aus: Fotolia)

22.08.2011

 

 

 

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